Wie sieht die Schule in der Zukunft aus?

Das Wort Schule ruft bei vielen Erwachsenen unangenehme Erinnerungen auf den Plan und nicht gerade wenig Kinder stöhnen auf, wenn das Wort fällt. Schule bedeutete und bedeutet auch heute leider noch allzu oft: büffeln, pauken, Langeweile, Stillsitzen, Leistungsdruck und Konkurrenzkampf. Die Worte 'Lernen' und 'Schule', sind negativ besetzt und das sowohl für die Lehrer als auch für Eltern und Schüler. Trotz ständiger Änderungen an Lehrplänen und Schulsystemen hat sich Schule scheinbar nicht wirklich weiter entwickelt. Unsere Nachbarländer sind uns da in vielen Punkten schon weit voraus und beweisen, dass ein völlig neues Lernen, bessere Leistungen bringt, mehr Kindern bessere Abschlüsse bescheren und trotz quantitativ und qualitativ steigender Lerninhalte, die Schüler mehr Freizeit haben, ohne dass ihre Leistung darunter leidet. 


Natürlich hat sich Schule im Vergleich zu vor 100 Jahren schon zum Positiven hin gewandelt. Dennoch muss sie sich dringend öffnen und die realistischen Möglichkeiten der heutigen Gesellschaft und Entwicklung nutzen. Schule der Zukunft ist Bildung unserer Gesellschaft, die sich einstellen muss, auf globales Denken und Handeln. Der zu bewältigende Lernstoff wächst täglich und die Zeit fürs Lernen wird ständig knapper. Im Schnelldurchlauf werden Schüler durch 12 Schuljahre gehetzt. Dabei steht leider nicht die komplette Zeit zum Lernen zur Verfügung. Diverse Veranstaltungstage und -wochen, Ferienzeiten und Lehrermangel sorgen dafür, dass Schülern noch einmal im Laufe der Schulzeit, kostbare Jahre verloren gehen. Starre Stundenpläne und Lehrpläne pressen Schüler in Schulstunden, in denen sie Leistung bringen müssen, ganz gleich, in welcher Tagesform sie sich befinden. Wer nicht zügig mitkommt oder wem das Geld fehlt, sich privat Nachhilfeunterricht geben zu lassen, der bleibt auf der Strecke. Händeringend wird nach Fachkräften für die Wirtschaft gesucht, ohne dabei den Grundstock Schule verantwortungsvoll und zeitgemäß auszustatten und so möglichst allen Schülern, die Chance zu geben, ihr Können unter Beweis zu stellen. 

Schon früh beginnt der Leistungsdruck

Es beginnt schon in der Grundschule oder während der Betreuung durch eine Tagesmutter. Noch immer müssen die Allerkleinsten schwere Schulranzen, mit teuren Büchern herumtragen, obwohl es technisch längst anders möglich wäre. Die meisten Kinder kennen sich zum Zeitpunkt der Einschulung schon mit Nintendo und Co. aus und bedienen diese Geräte meisterhaft. Sie haben spielerisch gelernt, mit den neuesten Techniken umzugehen. Wieso, so fragt man sich, kann die Schule dieses bereits vorhandene Potential nicht nutzen? Etwa, weil diese neue Technik für viele Erwachsene noch immer als Spielerei gewertet wird? Wieso gibt es noch keine Lernprogramme zum Schreiben und Lesenlernen auf diesen handlichen kleinen Begleitern? Ganze Bücher und Arbeitshefte ließen sich dort auf austauschbaren Sticks oder Chips speichern. Selbst das Üben von Schreibschrift oder das Rechnen in Schriftform ist ohne Weiteres möglich. Ein zaghafter Anfang ist bereits gemacht. Es gibt diverse Sprachtrainer, die allerdings eher halbherzig umgesetzt sind und die tatsächlichen revolutionären Möglichkeiten außen vor lassen. 

 

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