Ideen zu Lösungswegen für die Zukunft
Ans Internet angeschlossen, könnten die Schüler, von zu Hause aus, ihre Hausaufgaben direkt vom Schulserver herunterladen, sie bearbeiten und wieder uploaden. Das alles natürlich ohne lästige Schulwege und direkt von daheim aus. Dazu hätten Lehrer und Schüler hätten jederzeit Zugriff auf sämtliche Lehrmaterialien, Hausaufgaben, Arbeiten und Tests und Übungsmaterial. Unterrichtsstoff, der verpasst wurde, ob wegen Krankheit oder Unaufmerksamkeit, spielt keine Rolle, stünde allen Schülern jederzeit abrufbar zur Verfügung. Verpasste Informationen könnten längst der Vergangenheit angehören, zumal mit den mobilen Endgeräten auch unterwegs ein Zugriff auf den Lernstoff möglich ist.
Ein PC oder Laptop für jeden Schüler ist letztlich wesentlich kostengünstiger, als wenn jedes Jahr neue Schulbücher gekauft werden müssen. Die Investition amortisiert sich bereits nach zwei bis drei Jahren. Natürlich kann man sich denken, dass diese Vorstellung für die Druckereien und Verlage Entsetzen hervorruft und sie versuchen, dem Trend entgegen zu wirken. Letztlich werden aber auch sie sich umstellen müssen und sich den modernen Ansprüchen beugen. Dass diese Entwicklung kommt, ist unbestreitbar. Clevere Verlage fahren schon jetzt zweigleisig und bieten ihre Produkte sowohl virtuell als auch in der klassischen Buchform an. E-Book heißt eines der Zauberwörter. Ausgestattet mit dem passenden tragbaren Lesegerät, wird es unweigerlich das Buch und die Tageszeitung ersetzen.
Instant Messenger als Echtzeitkommunikationsmittel
Und es geht noch weiter. Dank ICQ, Skype und anderer ähnlicher Möglichkeiten, lässt sich Unterricht in Gruppen in Echtzeit gestalten. Dafür sind lediglich eine Kamera, ein Mikrofon und ein Kopfhörer nötig. Diese Dinge sind ohnehin in jedem modernen PC integriert. Sprachen lernen über virtuelle Vokabeltrainer, die jederzeit einsatzbereit sind, Matheformeln wiederholen, so oft es nötig ist. Erdkunde erleben und mit Google Earth eindrucksvolle Fernreisen erleben, die so einprägsam sind, dass ein Pauken trockener Texte einfach überflüssig wird. Schon jetzt können Tennisspiele aktiv an der Wii gespielt werden und ebenso ist es möglich, die großen Entdeckungen virtuell nachzuerleben, Kontinente mit Columbus zu entdecken, mit Einstein in die Vergangenheit zu reisen und mit der Apollo ins All, um live dabei zu sein und einen Spaziergang auf dem Mond zu machen. Natürlich findet das alles auch mobil vom eigenen Handy statt und ist nicht mehr an einen lokalen PC gebunden.
Direktchats mit Lehrern und Mitschülern ermöglichen das Nachfragen und das gemeinsame Erleben und ist keine Zukunftsträumerei, sondern schon heute stabile Technik, die in vielen Firmen bereits genutzt wird, um kostengünstig, schnell und mit dem Maximum an Informationen arbeiten zu können.
Und die Technik entwickelt sich rasend schnell weiter. Hier liegen die Interessen der Schüler, mit Techniken, die sie beherrschen und mit deren Hilfe sie mit Spaß und Engagement freiwillig ohne Weiteres doppelte Leistung bringen können. Das alles bei freier Zeiteinteilung und einem Lerntempo, dass jeder selbst bestimmen kann.
Andere Technik - andere Bewertungen
Vermutlich werden diese Techniken auch das völlig veraltete Notensystem verdrängen. Lernen und Leistung werden dann nicht mehr über Noten definiert. Jeder Schüler kann sich individuell nach seinem Wissensstand und seiner persönlichen Lerngeschwindigkeit, genau das Wissen aneignen, dass er benötigt, um seine Zukunft zu gestalten. Virtuell kann erlebt und erfahren werden, welche Anforderungen in welchem Beruf auf Menschen warten. Es wird auch kaum noch möglich sein, nur einen einzigen Beruf sein Leben lang auszuüben. Menschen werden sich verschieden Ziele und Wissensgebiete aneignen, sich dort weiterbilden und spezialisieren, wo ihre Neigungen liegen und so ein breit gefächertes Wissen anwenden können. Dank weltweiter Vernetzung ist auch das Arbeiten nicht auf begrenzte Örtlichkeiten beschränkt, sondern global möglich.
Natürlich wird sich auch der Umgang mit den Kindern ändern. Der Nachwuchs braucht dann keinen Babysitter mehr, sondern eine Pflegehelfer und eine Erziehunsperson die ihm den Umgang mit den modernen Medien näherbringt. Die Schule der Zukunft wird ein völlig neues Gesicht erhalten. Lernen in der Zukunft und für die Zukunft wird von zu Hause aus stattfinden, ohne Schulgebäude, ohne begrenzte Lernzeit, ohne schlecht organisierte Schülertransporte. Schüler haben in Zukunft die Möglichkeit das Lernen wieder zu etwas zu machen, das allen Menschen in die Wiege gelegt ist: die natürliche Neugier mit Freude und ohne Druck zu befriedigen.